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Velvære & omsorg

Wie kann man als Mann ein guter Sexpartner sein? Ein liebevoller Leitfaden für besseren Sex

Es gibt unzählige Sexratgeber. Viele davon drehen sich um Leistung, Technik und darum, „wie man gut im Bett ist“. Und seien wir ehrlich: Es gibt keine allgemeingültige Antwort.

Dieser Leitfaden erklärt, wie man ein guter Sexualpartner ist. – nicht durch Technik und Leistung, sondern durch Sorgfalt, Hygiene, Zustimmung und Aufmerksamkeit.

Es basiert auf Erfahrungen heterosexueller Frauen und konzentriert sich auf die kleinen, praktischen Details, die für beide Partner Sicherheit und besseren Sex schaffen.

Der Leitfaden wurde von einer Reihe heterosexueller Frauen aus unserer Community geprüft und von mir – einer heteronormativen Cisgender-Frau Mitte 30 – mit größter Sorgfalt und Respekt verfasst.

Die Rahmenbedingungen sind geschaffen. Legen wir los.

Was ist ein guter Sexualpartner?

Ratgeber bringen Etiketten mit sich: gut und schlecht, richtig und falsch. Und die Wahrheit ist: Es gibt tausend Antworten – aber keine eindeutige. Doch versuchen wir, etwas Gemeinsames zu finden.

Ein guter Sexualpartner ist jemand, der sich vor, während und nach dem Sex nach dem Befinden erkundigt und die Grenzen respektiert.

Ob neuer Partner oder langjährige Bekanntschaft – wir bringen unser ganzes Leben mit ins Schlafzimmer: Stimmung, Energie, Schlaf, Zyklus, Verhütung, Stress. All das beeinflusst Lust und Körpergefühl.

Sich selbst zu reflektieren, kann uns dabei helfen, den Kopf auszuschalten und wieder in unseren Körper hineinzuspüren.

👉 Lesen Sie den Leitfaden, um den weiblichen Zyklus und die damit verbundenen Vorgänge im Körper zu verstehen.

Ein guter Sexualpartner ist auch jemand, der neugierig ist – nicht routineblind.

Sex ist jedes Mal ein neues Erlebnis. Doch viele von uns tappen in die Falle, immer wieder das Gleiche zu tun. Etwas, das jemand mal als schön empfunden hat. Etwas, das wir in Pornos gesehen haben. Immer dasselbe „Rezept“: Vorspiel, Penetration, Ejakulation.

Was dem einen schmeckt, schmeckt dem anderen nicht unbedingt auch. Oder derselben Person beim nächsten Mal.
Gehe von nichts aus. Reiner Neuanfang. Jederzeit.

Und vor allem: Ein guter Sexualpartner versteht, dass guter Sex etwas ist, das man gemeinsam erschafft – nicht etwas, das man sich nimmt.

Guter Sex tut beiden gut. Wenn Geben und Nehmen im Gleichgewicht sind. Wenn man sich hingeben kann, ohne Grenzen zu überschreiten.

Nicht, weil du etwas falsch machst.
Denn Intimität verdient Fürsorge.

1. Hände waschen und Nägel schneiden – grundlegende Hygiene vor dem Sex

Ja. Das schreibe ich.

Berührt man den Unterbauch einer Frau, berührt man eine der empfindlichsten Stellen ihres Körpers. Die Haut ist dünn, und schmutzige Hände oder scharfe Nägel können – selbst bei einer scheinbar harmlosen Verletzung – Schnitte, Reizungen und Infektionen verursachen.

Bakterien von Händen und Nägeln können das Gleichgewicht der Vaginalflora stören und zu Pilzinfektionen, Rötungen und Juckreiz führen. Das ist nicht gerade sexy.

Also:

  • Waschen Sie Ihre Hände gründlich vor dem Sex.

  • Schneiden und feilen Sie Ihre Nägel

  • Überlege: Fühlen sich meine Fingernägel auf meinem eigenen Oberschenkel angenehm an?

Unaufdringliche Fürsorge kann auch sexy sein.

2. Stellen Sie sicher, dass Papier auf dem Nachttisch liegt.

Es klingt banal. Ist es aber nicht.

Was reingeht, muss auch wieder rauskommen. Beim ungeschützten Geschlechtsverkehr tritt Sperma aus – manchmal sofort, manchmal erst Stunden später. Das ist nicht immer angenehm (wenn man einen festen Sexualpartner hat, dann …). Überlegen Sie, ob Sie ein Paar saugfähige Höschen verschenken möchten. (so schön nach dem Sex).

Falls Sie kein Papier zur Hand haben, besorgen Sie es Ihrem Partner. Denn nur wenige Menschen finden es angenehm:

  • Ich humpelte mit zusammengepressten Hoden zur Toilette.

  • Forme mit deinen Händen eine Schüssel

  • Ich hoffe auf das Beste

Ein paar Zettel signalisieren: Ich habe an dich gedacht.
Es bedeutet mehr, als du denkst.

3. Wechseln Sie Ihre Bettwäsche (ja, auch wenn sie "nicht schmutzig aussieht")

Bettwäsche sollte etwa einmal pro Woche gewechselt und bei 60 Grad gewaschen werden.

Du schläfst. Du schwitzt. Du verlierst Hautschuppen. Du lebst darin.

Wussten Sie, dass Sie einen Partner in Ihrem Bett haben werden?
→ Wechseln Sie die Einstreu vorher.

Es geht nicht um Perfektion.
Es geht darum, den Körper zu respektieren, der dort nackt liegen muss. Und benutzen Sie saubere Handtücher, wenn Sie welche brauchen. Sie werden den Unterschied spüren.

4. Kommunikation beim Sex: Fragen stellen und zuhören

Kein Körper gleicht dem anderen. Keine Wünsche sind gleich. Nicht einmal bei ein und derselben Person jedes Mal.
Was Sie für wirksam halten, funktioniert möglicherweise nur bei einer Person. Oder bei niemandem.

Versuchen Sie es mit Formulierungen wie:

  • „Gefällt es dir so?“

  • „Möchten Sie mehr davon – oder etwas anderes?“

  • „Wie möchten Sie berührt werden?“

  • „Was gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit?“

  • „Wenn ich etwas tue, was dir nicht gefällt, sag es mir bitte.“

Fragen ist keine Unsicherheit.
Es geht um Aufmerksamkeit. Verantwortung. Und es ist überaus attraktiv.

5. Wischen Sie Ihren Penis tagsüber mit Toilettenpapier ab.

Und bitte waschen Sie es vor dem Sex mit Wasser. Ja, bitte.

Alter Urin enthält Bakterien, riecht unangenehm und kann das Infektionsrisiko beim Geschlechtsverkehr erhöhen. Die Vagina reinigt sich selbst – das ist einer der Gründe für Ausfluss – daher ist es keine gute Idee, etwas Unreines einzuführen. Egal ob Finger oder Penis.

6. Sex ist nichts, was man sich nimmt – er ist etwas, das man gemeinsam erschafft.

Sex ist keine Aufführung.
Keine Checkliste.
Und nichts, was man „tun darf“.

Es handelt sich um einen Gemeinschaftsraum, in dem:

  • Das Tempo muss variieren

  • Die Stimmung muss sich ändern

  • Und ein Nein ist immer genauso wichtig wie ein Ja.

Wenn sich Ihr Partner sicher fühlt – egal ob es sich um eine neue Person oder jemanden handelt, den Sie gut kennen –, steigt die Wahrscheinlichkeit für guten Sex für Sie beide deutlich an.

7. Der Körper reagiert nicht immer so, wie es Pornos versprechen.

Nasse Körper bedeuten nicht immer Vergnügen.
Eine fehlende Erektion bedeutet nicht, dass kein sexuelles Verlangen besteht.
Trockenheit bedeutet nicht, dass man es nicht will.
Orgasmen sind keine Garantie – und auch nicht das Ziel an sich.

95 % der heterosexuellen Männer haben normalerweise einen Orgasmus.
Nur etwa 65 % der heterosexuellen Frauen sagen dasselbe.
In der Forschung wird dies als Orgasmuslücke bezeichnet.

Der Körper ist keine Maschine. Er ist hormonell reguliert, sensibel und formbar. Der weibliche Körper verändert sich im Laufe des Zyklus, während Schwangerschaften, der Perimenopause und der Menopause.

Wenn man das akzeptiert, wird Sex weniger stressig – und oft auch viel besser.

8. Bewahren Sie ein gutes Gleitmittel in Ihrer Schublade auf.

Hast du schon mal Sex mit Gleitgel ausprobiert? Oder Handjobs mit Gleitgel?

Es gibt heutzutage so viele tolle, körperverträgliche Produkte, die das gesamte Erlebnis bereichern können. Gleitmittel ist kein Lebensretter – es kann eine angenehme Würze für beide sein.

Halten Sie ein oder zwei bereit. Sie werden es nicht bereuen.

9. Verhütung – immer verschiedene Optionen bereithalten

Gehen Sie niemals davon aus, dass Ihr Partner hormonelle Verhütungsmittel verwendet. Sie sind für sich selbst verantwortlich. Ihr Partner ist für sich selbst verantwortlich.

Zum Beispiel:

  • Kondome (Hinweis: Manche Menschen haben eine Latexallergie)

  • Lecken

Verantwortung ist auch eine Form der Fürsorge.

10. Auch die Nachsorge zählt.

Nach dem Sex – ob mit oder ohne Orgasmus – bietet sich die Gelegenheit, die Verbindung wieder zu stärken. Ohne in Klischees zu verfallen: Genau hier liegt das wahre Potenzial für eine positive Bewertung. Hier wandelt sich die positive Einstellung von „Der Sex war gut“ zu „Der/Die Sexpartner/in war wirklich gut“.

Die Nachsorge nach dem Sex kann Folgendes umfassen:

  • ein Kuss

  • einen Arm um die Schulter

  • ein Stupser auf den Rücken

  • ein „Wie geht es Ihnen?“

  • oder einfach nur ein bisschen näher liegen

Hier fühlen sich viele am verletzlichsten, aber auch am ehesten als Mensch wahrgenommen – wenn man bleibt. Es ist Fürsorge im besten Sinne und wahrhaftig Ausdruck eines aufmerksamen Liebhabers. 


Guter Sex bedeutet nicht, der Beste, der Längste oder der „Richtige“ zu sein – sondern aufmerksam, sauber, verantwortungsbewusst und sicher genug, um sich nackt mit ihm/ihr wohlzufühlen.

Beim Sex geht es nicht nur darum, was Du dürfen.
Aber worüber geht es? IN Gemeinsam können wir etwas erschaffen.

Wenn du bis hierher gelesen hast, bist du schon auf dem besten Weg 💛
Genießen.

Quellen: Sundhed.dk, Flows-Community auf Instagram, Videnskab.dk

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