10 gesunde Gründe für Masturbation – für Frauen
Masturbation ist nach wie vor von Mythen, Scham und Tabu umgeben – insbesondere wenn es um den weiblichen Körper und weibliche Lust geht. Doch die Wahrheit ist: Für Frauen ist Masturbation nicht nur normal und natürlich, sondern auch gesund.
Wenn Frauen sexuell erregt werden und einen Orgasmus haben, finden im Körper eine Reihe sehr spezifischer, messbarer physiologischer Veränderungen statt. Masturbation beeinflusst Hormone, das Nervensystem, Muskeln und die Durchblutung – und kann sowohl das körperliche als auch das seelische Wohlbefinden fördern.
Dies geschieht unter anderem im Körper:
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Endorphine werden freigesetzt und haben eine schmerzlindernde Wirkung.
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Oxytocin steigert das Gefühl von Sicherheit und Entspannung.
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Prolaktin fördert Schlaf und geistige Ruhe
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Cortisol (das Stresshormon) sinkt
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Die Durchblutung wird gesteigert und die Muskelspannung reduziert.
Die Forschung zeigt außerdem, dass:
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Frauen, die masturbieren, haben es oft leichter, mit einem Partner einen Orgasmus zu erleben.
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Körperliches Vergnügen und Selbstberührung können die Körperakzeptanz und das sexuelle Selbstvertrauen stärken.
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Ein Orgasmus kann Menstruationsbeschwerden, Spannungskopfschmerzen und stressbedingte Symptome lindern.
Mit anderen Worten:
Masturbation ist kein letzter Ausweg, etwas, womit man sich "notwendigerweise begnügt" muss – oder etwas, das in einer gesunden Beziehung zu einem anderen Menschen seine Legitimität verliert. Masturbation ist die körpereigene Art der Regulierung, Erholung und des Wohlbefindens.
Hier sind 10 gesunde Gründe, warum Masturbation einen festen Platz in Ihrem Selbstpflege-Repertoire verdient.

1. Masturbation kann Menstruationsschmerzen lindern
Beim Orgasmus finden zahlreiche biochemische Reaktionen statt. Unter anderem werden viele Endorphine (körpereigene Schmerzmittel) und Oxytocin freigesetzt, die eine entspannende Wirkung auf Muskeln und Nervensystem haben. Gleichzeitig zieht sich die Gebärmutter rhythmisch zusammen und entspannt sich wieder, was Verspannungen lösen und Krämpfe lindern kann.
Endorphine binden an dieselben Rezeptoren wie Morphin – jedoch ohne dessen Nebenwirkungen. Daher kann ein Orgasmus als echte Schmerzlinderung erlebt werden und nicht „nur“ als Ablenkung.
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2. Masturbation hilft Frauen, ihre Wünsche kennenzulernen.
Masturbation ist ein direkter Weg zu mehr Körperbewusstsein. Worauf reagiert dein Körper? Wie schnell? Wie langsam? Was erregt dich – und was nicht? Was musst du zulassen?
Forschungen zur sexuellen Reaktion zeigen, dass es bei Frauen große individuelle Unterschiede in der Art und Weise gibt, wie sexuelles Verlangen entsteht. Wenn man alleine Erfahrungen sammelt, sinkt der Leistungsdruck, und das Gehirn kann Lust und Geborgenheit leichter miteinander verknüpfen.
3. Masturbation reduziert Stress und beruhigt das Nervensystem.
Orgasmen senken den Spiegel des Stresshormons Cortisol und aktivieren das parasympathische Nervensystem – das für Ruhe, Verdauung und Erholung zuständig ist.
Wenn das Nervensystem von „Kampf/Flucht“ auf „Ruhe/Verdauung“ umschaltet (die Durch die Aktivierung des parasympathischen Nervensystems nimmt die Muskelspannung ab, die Atmung wird tiefer und der Körper erhält die Möglichkeit, sich zu erholen.
4. Masturbation kann den Schlaf und die Entspannung verbessern.
Nach einem Orgasmus wird das Hormon Prolaktin freigesetzt, das beruhigend wirkt und mit Entspannung und Zufriedenheit einhergeht. Viele Menschen empfinden Masturbation vor dem Schlafengehen daher als hilfreich beim Einschlafen und für einen tieferen Schlaf.
Prolaktin hemmt außerdem Dopamin, was das mentale „Rauschen“ und die Denkprozesse dämpft – etwas, womit viele Frauen und Menschen mit Gebärmutter abends zu kämpfen haben.
5. Masturbation stärkt den Beckenboden bei Frauen.
Neben den biochemischen Reaktionen während eines Orgasmus passiert auch muskulär viel: Die Beckenbodenmuskulatur kontrahiert und entspannt sich rhythmisch. Das wirkt wie ein neuromuskuläres Training. Ein richtiges Workout!
Ein starker und flexibler Beckenboden, der sich auch entspannen kann, wenn es nötig ist (Balance ist wichtiger, als man denkt – ein übermäßig angespannter Beckenboden ist ebenfalls problematisch), wird mit weniger Inkontinenz, besserer sexueller Funktion und gesteigerter Körperempfindung in Verbindung gebracht – insbesondere nach Schwangerschaft, Geburt oder während der Menopause.
6. Masturbation kann zu besserem Sex mit dem Partner führen.
Wenn du weißt, was dir Vergnügen bereitet, wird Sex weniger leistungsorientiert und lustvoller. Masturbation kann die Verbindung zwischen Körper und Lust stärken – auch in Beziehungen. Bei der Masturbation kannst du verschiedene Stellungen ausprobieren und herausfinden, ob du Penetration oder die Stimulation der Vulva bevorzugst – vergiss dabei nie ein gutes Gleitmittel.
Studien zeigen, dass Frauen, die masturbieren, beim Sex mit einem Partner häufiger einen Orgasmus erleben. Nicht, weil sie ihn „brauchen“, sondern weil sie ihre eigene Reaktion besser kennen.
7. Masturbation kann Kopfschmerzen und Muskelverspannungen lindern.
Endorphine und Oxytocin können auch bei Spannungskopfschmerzen und Muskelverspannungen in Nacken, Kiefer und Schultern schmerzlindernd wirken. Es ist nicht ungewöhnlich, dass manche Menschen in bestimmten Phasen ihres Zyklus vermehrt Kopfschmerzen haben.
Orgasmen erhöhen einfach die Durchblutung und reduzieren den Muskeltonus – eine Kombination, die spannungsbedingte Schmerzen lindern kann.
8. Masturbation ist eine sichere Form von Sex.
Masturbation birgt kein Risiko einer Schwangerschaft oder sexuell übertragbarer Krankheiten. Es ist Sex nach deinen Vorstellungen – ohne Druck, Erwartungen oder Kompromisse. Und du kannst auch mit einem Partner masturbieren – oder aneinander, ohne Penetration.
Das Gefühl von Kontrolle und Autonomie geht mit gesteigerter sexueller Zufriedenheit und einer geringeren Stressreaktion einher.
9. Masturbation kann das Selbstwertgefühl und die Körperwahrnehmung stärken.
Sich selbst Lust zu bereiten, kann in einer Kultur, in der Frauenkörper oft von außen beurteilt werden, ein radikaler Akt sein. Masturbation kann ein Weg sein, die Kontrolle über den eigenen Körper zurückzugewinnen.
Psychologische Forschungen deuten darauf hin, dass die Akzeptanz des eigenen Körpers eng mit der Fähigkeit zusammenhängt, die eigenen Bedürfnisse – einschließlich der eigenen Wünsche – wahrzunehmen.
10. Masturbation ist Selbstfürsorge – keine Selbstsucht.
Masturbation ist kein Zeichen dafür, dass etwas fehlt. Sie ist ein Zeichen dafür, dass du Verantwortung für dein Wohlbefinden übernimmst. Wie Schlaf, Bewegung und Pausen ist auch Lust eine biologische Ressource.
Genuss aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn und unterstützt die psychische Gesundheit – im Einklang mit anderen Formen der Selbstfürsorge.
Falls Sie sich das gefragt haben: Masturbation ist weder peinlich noch falsch oder „zusätzlich“. Sie ist kein Fremdgehen in einer intimen Beziehung. Im Gegenteil, sie ist ein natürlicher, gesunder Akt, der für viele von uns das körperliche und seelische Wohlbefinden steigert.
Dein Körper sollte sich wie dein Zuhause anfühlen, wie ein sicherer, vertrauensvoller Hafen, und der Weg dorthin kann auch über Lust führen. Wenn möglich, suche dir also auch einen Ort für Selbstbefriedigung. Und sei bereit, dich ganz dir selbst hinzugeben. Genieße es!
Quelle: Das Kinsey-Institut – Forschung zur weiblichen Sexualität und zum weiblichen Begehren, Planned Parenthood – Gesundheitliche Vorteile der Masturbation, Journal of Sexual Medicine – Studien zu Orgasmus, Hormonen und Schmerzlinderung, Cleveland Clinic – Orgasmus, Stress und Schlaf, Come As You Are – Emily Nagoski (Neurowissenschaften + weibliches Verlangen)
Häufig gestellte Fragen zu Ihrer Masturbation
Ist Masturbation gesund für Frauen?
Ja. Masturbation kann sowohl die körperliche als auch die geistige Gesundheit durch Hormonausschüttung, Stressabbau und gesteigertes Körperbewusstsein unterstützen.
Kann Masturbation Menstruationsbeschwerden lindern?
Viele Frauen stellen fest, dass ein Orgasmus durch die Freisetzung von Endorphinen und die Entspannung der Muskulatur Krämpfe und Schmerzen lindern kann.
Ist es normal, als Frau zu masturbieren?
Ja. Masturbation ist weit verbreitet, natürlich und kommt in jedem Alter vor. Manche masturbieren täglich, andere wöchentlich und manche seltener. Jeder Mensch hat ein anderes Verlangen – und das ist völlig normal. Es ist auch ganz normal, dass sich das Verlangen im Laufe des Lebens verändert, da es maßgeblich von Hormonen beeinflusst wird.



































